VORGESCHICHTE

 Nach der Aufhebung der Knecht- und Leibeigenschaft – auf Drängen von Hans Kudlich – im Jahre 1848 entstand im Bauernstand einerseits durch die Selbstverwaltung der Gemeinden, andererseits durch den Wegfall der Abhängigkeit ein Selbstbewusstsein, das gegen Ende des 19. Jahrhunderts und zu beginn des 20. Jahrhunderts zur Gründung zahlreicher Vereine führte. Eine eigene Geschichte ging jedoch dem entstehen des Gesang- und Musikvereines voraus.

Auf Initiative von Franz Daurach wurde 1887 ein „Gesangsklub“ gegründet, da immer wieder Gesangsproben für den Kirchenchor notwendig waren. Franz Daurach als Chorleiter dirigierte seine 13 Mitglieder, die sich aus nicht verheirateten Mädchen und Burschen zusammensetzten.

Am 16. Jänner 1888 wurde die erste Liedertafel aufgeführt, wobei der Ort der Aufführung nicht überliefert ist. Am Karfreitag dieses Jahres erlebte der Chor seinen ersten Höhepunkt, indem er bei der Aufführung von Haydns „Die sieben Worte des Erlösers am Kreuz“ mitwirkte. 40 Musiker aus der Umgebung führten dieses große Werk in Alberndorf unter dem Dirigenten Konrad Weinwurm mit viel Erfolg auf. Noch 1889 und 1890 wurden einige Liedertafeln aufgeführt doch danach gibt es über den Chor keine Aufzeichnungen mehr. Nach Meinungen vieler dürfte sich die Gruppe in der Folgezeit aufgelöst haben.

 

VEREINSGRÜNDUNG

 

Kirchengesang war jedoch immer wieder aktuell und beliebt, deshalb war es auch nötig, Gesangsproben abzuhalten. Franz Daurach drängte daher um die Jahrhundertwende abermals zur Gründung eines Chors.

Am 25. November 1901 gelang es ihm, im Gasthaus eine Versammlung zur Gründung eines Gesangvereines abzuhalten, wobei ein provisorischer Ausschuss unter den Anwesenden 47 Personen gewählt wurde. 22 der Anwesenden meldeten sich als ausübenden und 27 interessierte Dorfbewohner als unterstützende Mitglieder an.

Franz Daurach und Johann Kührer waren die Proponenten (Antragsteller). Um den beiden die Möglichkeit zu geben, bei der k.k. Statthalterei um die Gründung des Vereins anzusuchen, wurde noch am selben Abend der Antrag „Gesang- und Musikverein“ von der Versammlung angenommen. Bereits am 31. Dezember 1901 erfolgte die Vereinsgenehmigung.

Am 21. Jänner 1902 berief die Antragskommission die erste Hauptversammlung zur Gründung und Wahl des neuen Gesang- und Musikvereines ein.

Zu diesem Zeitpunkt zählte der Verein bereits 21 ausübenden und 34 unterstützende Mitglieder.

Die folgenden Wochen waren für den neuen Vorstand harte Arbeit um die Gelder für Instrumente und Vereinsutensilien in den einzelnen Haushalten zu erwirken.

Die erste Großveranstaltung erfolgte bereits am

22. Juni 1902 als Gründungsfest, der eine wochenlange Vorbereitung vorausging. Der Festtag selbst wurde um 8 Uhr mit einem feierlichen Hochamt mit kräftiger Unterstützung des Gesangvereins begonnen. Im Allgemeinen betrachtet, war es ein riesiger Erfolg, wenn es auch finanziell betrachte keine Überschüsse gab.

 

Gründung des Gesang- und Musikvereins 1902

 

Erinnerung an die Fahnenweihe – 02. Juni 1907

 

50 jähriges Bestandsjubiläum des Gesang- und Musikvereins Untermarkersdorf 15. August 1952

 

Höhepunkte im Jahr 1952

Der Gesang- und Musikverein wurde am 01. März 1952 als Mitglied des Sängerbundes für Wien und Niederösterreich aufgenommen und als dieses herzlichst begrüßt.

 

Sängertreffen 1958 in der Wiener Stadthalle

 

Neugründung des Gesang- und Musikvereins

Vorweggenommen sei gesagt, dass „Neugründung“ nicht unbedingt der richtige Ausdruck ist, hatte doch eine Auflösung des Vereins nie stattgefunden. Reaktivierung wäre in diesem Falle treffender. In den Jahren 1969 bis 1973 war es um den Gesang- und Musikverein still geworden.

Am 13. März 1973 erfolgte an alle noch vorhandenen Mitglieder eine Einladung zu einer Besprechung am 20. März 1973 im Vereinsheim teilzunehmen. Nach Bekanntgabe der drohenden Auflösung wurde nach eingehender, reger Diskussion der einstimmige Beschluss gefasst, den Verein wieder ins Leben zu rufen.

 

Das Waldfest

Große Tradition war die im Mai alljährliche Abhaltung des Waldfestes.

Sammelplatz für Sänger und Musiker war später das damalige Vereinsheim. Zum offiziellen Aufbruch wurden einige Märsche gespielt und der Festzug marschierte bis zum Feuerwehrhaus, wo es dann zum Waldfestplatz am Buchberg ging. In den Jahren der Vorkriegszeit wanderte man zu Fuß den ca. 4 km langen Weg.

Trotzdem war zu jeder Zeit, sofern das  Wetter mitspielte bis in die späte Dämmerung ausgelassene Stimmung.

Im Jahr 1990 wurde der Waldfestplatz samt angrenzendem Wald von 42 ar vom Gesang- und Musikverein angekauft.

Im Jahr 2003 wurde die Schutzhütte am Waldfestplatz errichtet um im Jahr 2004 eingeweiht.

 

Höhepunkt im Jahr 2002

In der Zeit vom 21. Juni bis 23. Juni fand das 100 jährige Bestandsjubiläum des Gesang- und Musikvereins statt.

Im Zuge des 100 jährigen Bestandsjubiläums erhielt unser Chor neue Trachten.

 

Obmannwechsel im Jahr 2003

Bei der Generalversammlung im Frühjahr 2003 wurden die Geschicke des Vereins von Obmann Manfred Baumgartner welcher von 1986 bis Ende 2002 an der Spitze des Vereines stand, an den neuen Obmann Roland Baumgartner übergeben welcher die Funktion bis heute inne hat.

Obmannwechsel im Jahr 2014

Bei der Generalversammlung im Jänner 2014 wurden die Geschicke des Vereins von Obmann Roland Baumgartner welcher von 2003 bis Anfang 2014 an der Spitze des Vereines stand, an die neue Obfrau Andrea Seidl übergeben.

 

Höhepunkt im Jahr 2005

Im Jahr 2005 war es auch bei der Musik soweit – die gesamt Kapelle wurde mit Trachten der Fa. Koller aus Oberösterreich ausgestattet.

 

Der Vorstand seit 19.01.2014

Obfrau (Stellvertreter): Seidl Andrea (Steindl Judith, Kornherr Bernd)

Schriftführer (Stellvertreter): Autrieth Dagmar (Baumgartner Tanja)

Kassier (Stellvertreter):  Kornherr Jörg (Autrieth Robert.)

Kapellmeister: Richter Franz

Chorleiterin: Marie-Anna Wolf

Stabführer: Richter Franz

Archivar: Haider Silvia

Medienreferent: Wolf Franz

Jugendreferent: Steindl Herbert, Toifl Georg